Das "Sonnenröschen" - ein Gartenschatz

Zwergstrauchrose "Sonnenröschen" von Kordes

blüht und blüht ohne Unterlass bis Dezember ohne Spur einer Blattkrankheit.

Als hervorragende Bieneweide macht dieses Zwergröschen mit seinem kleinen und dichten Laubwerk im wahrsten Sinne des Wortes im Garten eine glänzende Figur.

 

Das ´Sonnenröschen´ aus dem Hause Kordes erhielt 2005 das ADR-Zertifikat und wurde bereits 2003 bei Rosenausstellungen mehrfach ausgezeichnet. Jeweils eine Goldmedaille erhielt es in Genf und Baden-Baden, eine Silbermedaille in Le Roeulx sowie weitere Zertifikate in Madrid und Paris. Die Erfahrungen mit diesem entzückenden Röschen zeigen, dass diese Auszeichnungen mehr als verdient sind.

 

Das Spektrum der Verwendung reicht von einer Flächenbepflanzung als Bodendecker über eine Ankerpflanzung in Steingärten bis zur solitären Bepflanzung von Kübeln und Balkonkästen sowie zur sehr gefälligen Bepflanzung von Mauerkronen. Im Habitus kompakt und dicht erreicht das Röschen eine Höhe von 30 bis 60 cm, und als robuster Wachser setzt es immer wieder neue Triebe mit unzähligen Blütenknospen an.

 

Seine einfachen, offenschaligen Blüten haben ein leuchtendes Weiß und im Zentrum einen dichten Kranz mit gelben Staubgefäßen, deren Gelb vor dem Hintergrund der weißen Kronblätter wie eine kleine Sonne erstrahlt. Im geschlossenen Zustand haben die Blütenknospen einen mehr oder weniger starken rosafarbenen Anflug, der zum Gelb und Weiß ein zusätzliches Farbmuster einbringt aber beim Aufblühen verschwindet. Bei kühleren Nachttemperaturen im Spätherbst und Winter können die Kronblätter auch im aufgeblühten Zustand eine rosa Färbung behalten. Blütenmumien entwickeln sich auch bei niederschlagsreichem Wetter nicht, da sich das Röschen selber putzt. Nach dem Abfallen der Kronblätter entwickeln sich bei den bestäubten Blüten aus dem Fruchtknoten kleine Hagebutten, die sich bei Reife orangerot färben.

 

Das ´Sonnenröschen´ ist ein unkompliziertes und pflegeleichtes Zwergstrauch-Röschen mit bester Resistenz gegenüber Mehltau und Sternrußtau, besticht durch sein glänzendes dichtes Blattwerk und durch seine Blühfreude. Zur Entfernung von

Wildkraut im Bestand sind allerdings Lederhandschuhe mit langen Stulpen empfehlenswert: das Röschen ist recht stachelig. Für einen Rückschnitt reicht eine Heckenschere, weil man auf Knospenansätze nicht zu achten braucht.

Dieses Rosengewächs ist nicht zu verwechseln mit dem gelben Sonnenröschen (Helianthemum nummularium), einem Halbstrauch aus der Familie der Zistrosengewächse, welches gern in Steingärten Verwendung findet.

 

Ein weiteres Bildporträt des Sonnenröschens finden Sie bei Hexenrosengarten unter nachfolgendem Link:

https://hexenrosengarten.jimdo.com/rosenportraits/sonnenr%C3%B6schen/

 

Text: Ulrich Perpeet

Bildmaterial: Ulrich Perpeet (PE) und Kordes (KOR)

Pe, 03/18