Bourbon-Rose Jacques Cartier

Portland-Rose ´Jacques Cartier´ (Bildautorin: Christiane Frost)

 

Die zur Gruppe der Portlandrosen gehörende Historische Rose ´Jacques Cartier´ ist eine der Empfehlenswertesten ihrer Gruppe. Portlandrosen zeichen sich in der Regel durch kompakten Wuchs, gute Winterhärte, hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzinfektionen, guten Duft und durch beständiges Nachblühen bis zum Herbst aus.

 

In die gleiche Rosengruppe gehören auch die Sorten ´Rose de Resht´,

´Mme Boll´und ´Yolande d´Aragon´. Die großen, stark gefüllten und geviertelten Blüten treten einzeln oder in Büscheln auf und erblühen in einem hellen, reinen Rosa.

Ein weiteres besonderes Kennzeichen dieser Rosengruppe ist ihr direktes

Blühen über dem Laub, wodurch die Blüten zu sitzen scheinen.

Sie verströmen einen intensiven Duft, der an Damaszener-Rosen erinnert.

 

Im Rosenbogen Nr. 4/2010 schreibt Eilike Vemmer, eine gefragte Kennerin alter Rosen:

"´Jacques Cartier´, die Portlandrose von Moreau-Robert 1868 kann man unbesorgt in jeden Garten pflanzen:

gesund, winterhart, öfterblühend, duftend, regenfest, kompakt und etwa 1,20 m hoch, was wollen Sie mehr?" Sie ist wirklich völlig unkompliziert und daher auch jedem Anfäger zu empfehlen, zumal sie sich auch gut für kleine Gärten,

für die Kübelkultur und als haltbarer Vasenschmuck eignet.

 

Rosenliebhaber empfehlen ein Auslichten überalterter Triebe im Frühjahr;

sie treibt danach willig aus der Basis nach.

Bei starken Knospenbüscheln sollten die kleinsten Knospen entfernt werden,

damit die stärkeren Knospen genügend Platz zum Öffnen der Blüten bekommen.

Das Ausbrechen einiger kleiner Blütenknospen verkürzt außerdem

die Pause bis zur nachfolgenden Blüte.

Trotz der starken Füllung ihrer bis 9 cm großen Blüten ist sie sehr regenfest,

was man zum Beispiel von ´Mme Boll´nicht behaupten kann.

 

Diese Rosensorte wurde von der französischen  Rosenschule Moreau-Robert unter dem Namen ´Jacques Cartier´ 1868 in den Handel gebracht und war zeitweilig auch

unter den Synonymen ´Marchesa Boccella´/ ´Marquise Boccella´ bekannt.

Ob die Namengebung seinerzeit zu Ehren des französischen Seefahrers

und Erforschers des St. Lorenz-Stromes oder zu Ehren des gleichnamigen

französischen Hobbyzüchters Dr. Jacques Cartier erfolgte, ist nicht genau belegt.

 

Links:

Die Namen der Rosen

www.namen-der-rosen.de/cartier.html

 

Die Rosenfreunde Dortmund danken der Bildautorin Christiane Frost (C.F.) für die Erlaubnis, die mit ihrem Namen gekennzeichneten Fotos in der nachfolgenden Bildergalerie nutzen zu dürfen!

Pe,  4/13