Duftintensiv - Blühreich - Blattgesund - Winterhart

Strauchrose ´Postillion´, Züchter: Kordes

 

Alle in der Überschrift genannten Eigenschaften vereint die von Kordes gezüchtete Strauchrose auf sich. Daher ist es kein Wunder, dass man unter den empfehlenswerten gelben Rosen stets auf Postillion trifft. Nach Klaus Körber / LWG Veitshöchheim gehört sie zu den Top Ten der Gelben.

Sie widerlegt den Ruf vieler Gelben, dass sie recht pilzanfällig sind. Besonders attraktiv ist die Tatsache, dass sie hohe Blattgesundheit mit intensivem Blütenduft verbindet. Ihre Duftstärke erreicht auf einer Skala von 5 die Stufe 4. ´Postillion´ steht so in gleicher Reihe mit den bekannten Duftrosen ´Westerland´, ´Louis Odier´, ´Rose de Resht´, ´Jacques Cartier´ oder ´Wife of Bath´.

 

Nachdem ´Postillion´bereits im Jahre 1995 in Madrid eine Silbermedaille erhielt, wurde ihr 1996 das ADR-Zertifikat verliehen und kam 1998 in den Handel. Ihre Eltern sind die Kordesrosen ´Lichtkönigin Lucia´(1966) und ´Westerland`(1969). In ihrer Ahnentafel stehen so bekannte Namen wie ´Gloria Dei´, ´Golden Masterpiece´, ´Eva´ oder ´Robin Hood´.

 

Die kupferfarbenen, edel geformten Blütenknospen öffnen sich zu leuchtend gelben, gefüllten Blüten, welche einzeln oder in Dolden auftreten. Ihre hohe Leuchtkraft strahlt auch bei trübem Wetter, insbesondere vor dem Grün von Hecken und Gehölzen und bringt damit Licht in den Hausgarten. Gut drei Jahre nach der Pflanzung erreicht der straff aufrechte und dichttriebige Strauch eine Höhe zwischen 1,5 m und 1,8 m und eine Breite von etwa 1 m. Nach Versuchen der Fakultät Landbau/Landespflege der HTW Dresden-Pillnitz erreicht die Rose erst im dritten Standjahr die beschriebene Reichblütigkeit. Wer sich also für den Kauf dieser hervorragenden Strauchrose entscheidet, muss etwas Geduld aufbringen, wenn die Rose anfangs noch nicht den großen Blühreichtum zeigt.

 

Bei der Namengebung von ´Postillion´ stand das leuchtende Gelb Pate, das bereits dem Adelsgeschlecht der Thurn und Taxis beim Aufbau ihres Postunternehmens diente: Uniform der Posthalter, Postkutscher,

Postboten und Postkutschen trugen das Signalgelb. Der Postillion als Überbringer der Post hat deswegen auch einem Schmetterling, dem als Wandergelbling bekannten Postillion aufgrund seiner leuchtend gelben Flügel seinen Namen verliehen. Der in Nordafrika, in der Türkei und in Westasien verbreitete Schmetterling wandert über den Mittelmeerraum bis nach Mitteleuropa. Da er aber nördlich der Alpen nicht überwintern kann, wandert er im Spätsommer wieder in den Süden.

Pe,  11/13