Ein unverwüstlicher Baumkletterer mit besonderem Charm

Paul´s Himalayan Musk Rambler

Paul´s Himalayan Musk Rambler ist als Sämling aus einer unbekannten Kreuzung der Rosa brunonii entstanden und wurde 1916 von G. Paul in den Handel gebracht. Bei Rosa brunonii handelt es sich um die wilde Himalaya-Moschusrose, die in Kaschmir, Afghanistan und im westlichen Setchuan beheimatet ist. Sie hat die gute Gesundheit, die große Winterhärte und die hohe Wuchskraft an Paul´s Himalayan Musk Rambler (PHMR) vererbt.

 

Der Züchter von PHMR, George Paul jr., ist ein Enkel des Gründers der Firma Paul & Son, The Old Nurseries in Cheshunt / Großbritannien. Ursprünglich wurde diese Rose als ´Paul´s Tree Climber´ oder als ´Paul´s Himalayca, Double Pink´ bezeichnet, geriet aber bald etwas in Vergessenheit. Erst in den 60iger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Charm dieser wuchsstarken Kletterrose wiederentdeckt.

 

Der einmal blühende Rambler ist mit seinen dünnen, biegsamen, mit Hakenstacheln bewehrten Trieben ein wahrer Kletterkünstler, der ohne Mühen und ohne fremde Hilfen in höchste Bäume klettert: 10 m schafft er locker. Oben angekommen lässt er seine Triebe in langen Schleppen herabhängen. Zur Blütezeit im Juni / Juli ergibt sich ein berauschendes Bild, weil die bis zu 3 cm großen  - mit bis zu 25 Petalen gefüllten - Blüten in unzähligen Dolden überreich den Strauch bedecken. Ihre Blütenfarbe geht von einem kräftigen Karmesinrosa über ein zart schimmerndes helles Rosa in ein reines Weiß über. Im Verblühen breitet der Rambler unter sich auf dem Boden einen weißen Teppich aus Blumenblättern aus.

Da im Blühzeitraum unterschiedliche Blühphasen der Einzelblüten nebeneinander auftreten, ergibt sich durch die variierenden Farbausprägungen ein wunderschön lebendiger Gesamteindruck. Dabei ist die Rosafärbung bei kühlen Nächten besonders ausgeprägt.

 

Den Blüten entströmt ein intensiver Moschusduft. Bienen und Hummeln werden von den goldgelben Staubgefäßen magisch angezogen. Aus vielen Blüten entwickeln sich im Herbst kleine, leuchtend orangerote Hagebutten, die den Vögeln Winternahrung versprechen.

 

Wer in seinem Garten einen alten Apfel- oder Birnbaum, eine Kiefer oder größere Fichte hat, kann diese recht schnell mit PHMR garnieren, weil er bis zu 3 m lange Jahrestriebe macht. Lauben oder Gartenhäuschen hat er schnell in ein `Dornröschenschloss´ verwandelt. PHMR braucht keinen Schnitt und keinen Winterschutz (hart bis - 30 ° C): er ist also pflegeleicht, braucht aber zur Ausbreitung seinen Platz wie man auf einigen der nachfolgenden Bilder erkennen kann.

 

Pe,  01/14