Bukavu - eine Moschata-Hybride mit enormer Fernwirkung

Moschata-Hybride Bukavu

Weithin leuchten die Blütenbüschel der Strauchrose ´Bukavu´ mit den kirschrot umrandeten weißen Augen ihrer Blütenschalen, die mit ihrem Durchmesser von 4 bis 5 Zentimetern die Größe der ähnlich blühenden Rosensorten wie etwa ´Mozart´ oder

´Ballerina´ übersteigen.

 

´Bukavu´ ist eine uneingeschränkt empfehlenswerte Strauchrose, die in sich viele positive Eigenschaften einer Moschata-Hybride vereinigt. So ist sie sehr blattgesund,

schiebt immer wieder neue Triebe aus der Basis, hat glänzendes grünes und zierliches Blattwerk, ist sehr winterhart, hat einen zarten Wildrosenduft und blüht unermüdlich vom Juni bis zum Frost.

 

Die Sorte ´Bukavu´ wurde von Louis Lens / Rosenschule Lens in Belgien, gezüchtet und 1998 in den Handel gebracht. Die Eltern dieser ausdrucksstarken Rose sind mütterlicherseits ´Britannia´, eine Polyantha-Hybride, die 1929 von G.Geary, Burbage Nurseries / GB gezüchtet wurde und väterlicherseits die bekannte Floribunda-Hybride ´Rush´, von Louis Lens 1981 gezüchtet. Beide Elternteile gelten als exzellente Rosen. Bereits 1999 errang ´Bukavu in Genf eine Goldmedaille.

 

Wegen ihrer Ausdrucksstärke eignet sich ´Bukavu´ besonders zur Einzelstellung. Sie ist recht wüchsig und wird 120 bis 150 cm hoch. An Obelisken erreicht sie auch mühelos 200 cm. Durch einen Rückschnitt abgeblühter Blütenrispen bis etwa Ende Juli wird ein Nachschieben neuer Blütentriebe gefördert. Ab August sollte man diesen Sommerschnitt unterlassen, um die Hagebuttenausbildung nicht zu unterdrücken.

 

Diese Rose trägt den Namen der kongolesischen Stadt Bukavu, welche am Kivu-See gelegen ist und etwa 800 000 Einwohner hat (Bukavu = Ort, an dem Kühe grasen). Mit dem Erlös aus den Lizenzgebühren für diese Sorte unterstützt die Firma Lens

das Panzi-Hospital in Bukavu, dessen Gründer und chirurgischer Leiter Denis M. Mukwege aufgrund seines Einsatzes für die Opfer sexualisierter Kriegsgewalt 2008 den Menschenrechtspreis der UNO, 2013 den alternativen Nobelpreis und 2014 den Sacharow-Preis des europäischen Parlaments erhielt.

 

Die Rose ´Bukavu´ strahlt die Hoffnung aus, dass solche Kriegsgreuel wie in den Kongokriegen oder während des Ruanda-Genozids bald beendet sein mögen.

Wer nach dem Betrachten der schönen Rosenbilder stark genug ist, um einen Situationsbericht über ein Gewaltopfer zu lesen, der kann auf den abschließenden Link klicken.

Pe, 08/15