Die nördliche Dreiblattspiere

Dreiblattspiere mit Mohn - Gillenia trifoliata mit Papaver orientale - Hybride

 

Die Dreiblattspiere – Gillenia trifoliata – ist eine unglaublich vielseitige Staudenschönheit aus der Familie der Rosengewächse, die in der Lage ist, im Frühling, im Sommer und im Herbst magisch anmutende Atmosphären zu schaffen.

Ursprünglich in teils trockenen und teils feuchten Bergwäldern des östlichen Nordamerika und Kanada beheimatet, hat sie bei Gartenfreunden in Europa ihre Liebhaber gefunden, ist allerdings in unseren Gärten eine Besonderheit geblieben.

 

Im Frühjahr stechen ihre roten Blütenknospen gegenüber dem frischen hellgrünen Laub hervor. Im Sommer – Juni / Juli – erscheinen die schneeweißen und hauchzarten Blütensterne an dünnen, dunklen Blütenstängeln. Im Herbst ´lodert´ das Laub der Pflanze in der Farbvielfalt eines ´Indian Summer´.

 

Mit ihrem straff aufrechten, buschigen Wuchs und einer Höhe von 60 bis 80 cm gibt die Dreiblattspiere einem Gartenbeet Struktur und Attraktivität über die gesamte Vegetationszeit. Trotz ihres aufrechten und geschlossenen Wuchses wirkt die Pflanze recht grazil durch ihre dünnen Stängel und dem dreiteiligen lanzettlichen und gezähnten Blattschmuck, der im Frühjahr noch von rötlichen Knospen geziert wird.

Besonders die lang gestielten schneeweißen Blüten, die wie kleine Sterne anmuten, verleihen der Staude eine schwebende Zartheit. Dennoch ist sie äußerst robust, sehr winterhart und kennt auch keine Schnecken.

 

Gillenia trifoliata bevorzugt als Standort halbschattige Plätze, kommt aber auch mit mehr sonnigem Lichtmilieu zurecht, wenn sie vor der grellen Mittagssonne geschützt ist. An den Boden stellt sie keine besonderen Ansprüche. Er kann sandig bis lehmig sein, sollte aber gut durchlässig und etwas humos sein.

 

Die Erstbeschreibung dieser Pflanze erfolgte 1753 durch Carl von Linné als Spiraea trifoliata. 1802 stellte Conrad Moench die Art in die von ihm neu aufgestellte Gattung Gillenia. Eingang als Ziergewächs in unsere Gärten fand die Staude aber erst im 20. Jahrhundert. Sie kann jedem Gartenfreund nur bestens empfohlen werden.

 

Text: Ulrich Perpeet

Bilder: Ulrich Perpeet (Pe), Jochen Wegener (We) und Christiane Frost (Fr) mit freundlicher Genehmigung, Fuchsienfreunde (Fu) und Wikimedia Commons (WMC)

Ein dreiminütiger Bildstreifen über Gillenia:

https://www.youtube.com/watch?v=5H_USCWBlwk

(Streifen mit 2 Fehlern: statt Gillenia einmal ´Phlomis tuberosa` und einmal ´Gaura lindheimeri´)

Pe, 02/17