Der mediterrane Trockengarten - Dry Garden - von RHS Hyde Hall

Gartenpartie im Dry Garden mit Origanum vulgare, Gabbro-Felsen, Verbascum olympicum, Calamagrostis acutiflora ´Karl Foerster´, Stipa gigantea, Centaurea scabiosa, Verbena bonariensis, Nigella damascena u. a..

 

 

Außergewöhnlich beeindruckend ist der mediterrane Trockengarten (Dry Garden) in den Gartenanlagen Hyde Hall der Königlichen Gartenbaugesellschaft (RHS = Royal Horticultural Society) in Essex / England. Hyde Hall wurde 1955 von dem Ehepaar Helen und Dick Robinson auf dem hügeligen Areal eines ehemaligen Bauernhofes gegründet und ging 1993 als Spende an die Königliche Gartenbaugesellschaft über.

 

Anlässlich einer Gartenreise der Rosenfreunde Dortmund im Jahre 2016 ist mir der „Dry Garden“ in dieser Gartenanlage in besonderer Erinnerung geblieben. Dieser Garten wurde von Matthew Wilson, einem englischen Garten- und Landschaftsdesigner während seiner zehnjährigen Karriere bei der Königlichen Gartenbaugesellschaft entworfen und wurde inzwischen mehrfach ausgezeichnet. Wilson war auch langjähriger Kurator der gesamten Gartenanlage von Hyde Hall. Er ist auch Schriftsteller und Dozent und hat mit seinen Gartenentwürfen bereits zahlreiche Preise erhalten.

 

Was den Trockengarten so ansprechend macht, liegt an der phantastischen Auswahl und Kombination von trockenheits- und sonneliebenden Stauden, Zwiebelgewächsen, Gräsern und Gehölzen sowie an seiner Lage an einem sonnenexponierten Südhang mit Blicken weit in die englische Landschaft hinein. Er ist in allen Jahreszeiten eine Augenweide.

 

Neben seiner idealen Lage und dem etwas niederschlagsärmeren Gebiet gegenüber dem englischen Durchschnitt ist der Boden abgemagert und Gesteinsmaterial eingearbeitet worden, damit er auch im Winter gut durchlässig ist. Nach der lockeren Pflanzung ist der Boden zwischen den Pflanzen mit einer 6 bis 8 cm dicken Schicht aus Schotter bedeckt worden. Auf dem modellierten Hang bilden die in die Pflanzung eingebetteten Gabbrofelsen und Steinansammlungen naturhafte Gartenszenarien, welche die Augen des Betrachters führen. Infolge der lückigen Pflanzung bleiben die Struktur der Steine und Teile der Schotterflächen sowie die Textur des Pflanzenblattwerks gut sichtbar.

 

Besonders eindrucksvoll ist die Vergesellschaftung verschiedener Gräser mit Stauden, Zwiebelgewächsen, Kräutern und Gehölzen, wobei Gruppen- und Solitärwirkung einander abwechseln und dabei sowohl Ruhe als auch Bewegung ausstrahlen können. Filigrane Pflanzenstrukturen überspielen bodendeckende und im Konzert mit Felsbrocken und Findlingen bilden solitäre Pflanzen Gartenräume.

 

Über die Klassiker wie Lavendel, Salvien, Thymian, Rosmarin, Heiligenkraut, Katzenminze, Junkerlilie, Kniphofia, Königskerze oder Natternkopf hinaus zeigt der Dry Garden eine Vielzahl von weiteren trockenheitsliebenden Pflanzen, die wunderbar miteinander verwoben sind.

 

Tauchen Sie ein in die Stimmung des Gartens, indem Sie die Bilder betrachten und dazu den wunderbaren Duft mediterraner Stauden und Gehölze eines sonnigen Tages hinzuträumen.

 

Text : Ulrich Perpeet

Bilder: Ulrich und Gerlind Perpeet

 

Eindrücke von den Gartenanlagen von RHS Hyde Hall im nachfolgenden Video:

https://www.youtube.com/watch?v=X99KLWKQ2ho

 

Eine Kurzbeschreibung von Hyde Hall:

https://www.heikes-reiseblog.de/gaerten/hyde-hall/

Pe, 05/17

 

Ein Gartentraum in den Vogesen

Das blaue Haus im Jardin de Berchigranges

 

Anfang Juni 2016 besuchten die Rosenfreunde Dortmund anlässlich ihrer Gartenreise ins Elsass den

Jardin de Berchigranges.

 

Dieser außergewöhnliche Privatgarten der Eheleute Thierry und Monique Dronet hat

uns bezaubert und hat bis heute einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Er liegt in den Vogesen nahe Saint Dié auf gut 650 m Meereshöhe im Gelände eines ehemaligen Granitsteinbruchs auf einem waldreichen Südhang.

 

Nach jahrzehntelanger mühevoller Arbeit mit der Umleitung und Umgestaltung von kleinen Bächen, Bewegung von Granitblöcken, Fällung und Rodung von etwa 3.000 Fichten sowie dem Einbringen von mehr als 2.000 t Mutterboden wurde der Garten fit gemacht für das Einbringen der Pflanzen. Heute beherbergt er gut 4.000 Pflanzenarten in harmonischer und naturnaher Vergesellschaftung in feinfühlig gestalteten Räumen des Gartengeländes. In ihm entdeckt man sowohl Kolonien des blauen Scheinmohns aus dem Himalaya als auch große Bestände des blauen Lerchensporns. Der Garten ist in seiner Vielgestaltigkeit dank ihrer unermüdlichen Schöpfer ein Kleinod, welches jeden Gartenfreund eigentlich in jeder Jahreszeit begeistern wird.

 

Lesen Sie auch die eindrückliche Beschreibung des Gartens von Gartenporträtisten über nachfolgende Links:

 

Gartenporträt Berchigranges

http://www.inge-siegert.de/gartenportraets/berchigranges/

 

Pressebericht von Uta Daniela Köhne

http://www.berchigranges.com/de/garten-traume1.html

 

Text: Ulrich Perpeet, Bilder: Ulrich und Gerlind Perpeet

 

Pe, 09/16

 

Winterleuchten im Westfalenpark 16/17

 

Ein Abendspaziergang um die Jahreswende lässt den Park nach Sonnenuntergang von einer ganz neuen Seite erleben. Der Besucher taucht in eine Traumwelt mit illuminierten Parkszenarien ein, die ihn in Märchen von Tausend-und-einer-Nacht versetzen. Bunte Lichteffekte verwandeln Bäume, Sträucher, Skulpturen und Kunstobjekte in geheimnisvolle Gestalten und Erlebnisräume, die die Phantasie beflügeln: Ein Erlebnis in der Dunkelheit der aufziehenden Nacht, das einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Text und Bilder: Ulrich Perpeet

Links:

Informationen über die Veranstaltung seitens der Lichtkünstler:

http://www.world-of-lights.eu/m/event.php?evid=59

 

Winterleuchten 16/17 auf youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=MB3OTYN9qzo

Pe, 01/17