Diptam - der brennende Busch im Duftgarten

Diptamblüte

Im Duftgarten des Deutschen Rosariums in Dortmund blüht zurzeit der Diptam zum ersten Mal. 2016 wurden 6 Pflanzen in der Staudengärtnerei Gaissmayer in Illertissen bestellt und im April gepflanzt. Sie haben sich im Pflanzjahr und im darauf folgenden Jahr in ihrer Entwicklung sehr schwer getan und scheinen sich nun endlich im Beet 8 etabliert zu haben. Sie sind im Frühjahr kräftig gewachsen und blühen seit Anfang Mai. Eine Gruppe Dictamnus albus mit rosafarbenen Blüten blüht am Weg gegenüber Beet 6 und eine weitere Gruppe Dictamnus albus  ´Albiflorus´ mit weißen Blüten ist am mittleren Stichweg gegenüber Beet 7 zu finden.

 

Der Diptam ist eine Staude, die nur noch selten in der Natur zu finden ist. Er steht seit 1936 unter Naturschutz. Seinen außerordentlich beeindruckenden Blütenstand präsentiert er im Mai und Juni. Bei heißem Wetter geben die Drüsen seiner Fruchtstände so viel ätherisches Öl ab, dass die Pflanze schon von Weitem gerochen werden kann. Ein Duft von Zitrone und Vanille liegt dann in der Luft. Die extrem flüchtigen Öle enthalten unter anderem das Gas Isopren, das schwerer als Luft und leicht entzündlich ist. Die drüsige Beborstung enthält außerdem Furanocumarine, die stark fototoxisch wirken und bei Hautberührung und nachfolgender Besonnung zu Verbrennungen führen.

 

Daraus folgt: Schnuppern und Betrachten erlaubt, Berühren verboten! Schauen Sie sich die beeindruckende Wildstaude im Duftgarten an! Eine nähere Beschreibung der Wildstaude folgt im nächsten Pflanzenporträt (Vgl. Juni 18!)!

Pe, 05/18

 

Rosenfreunde bei der ´Gartenlust´ im Westfalenpark

Rosa moyesii ´Marguerite Hilling´ begrüßt die ´Gartenlust´ zu Muttertag

 

Am Sonntag, dem 13. Mai 2018 - pünktlich zu Muttertag - war es soweit: Der jährliche Frühlingsmarkt im Westfalenpark hatte trotz Unwetter-Vorwarnung wieder viele Besucher angezogen, die sich die vielfältigen Angebote für den Garten nicht entgehen lassen wollten. Die Dortmunder Rosenfreunde waren mit ihrem Beratungszelt und ihrem blumengeschmückten Rosencafé präsent. Während das Rosencafé schon vor der offiziellen Markteröffnung um 11 Uhr rege Nachfrage nach Kaffee und selbstgebackenem Kuchen vermeldete, hielt sich der Besuch des Beratungszeltes zunächst in Grenzen. Möglicherweise lag es daran, dass die Rosenfreaks sich dafür das Rosenfest im Juni vorbehalten wollen, denn außer den Wildrosen war im Konzert der Rosen noch sehr wenig in Blüte. So waren Fragen zu Rosen meist auf den Bereich "Rosengesundheit" (Mehltau, Blattläuse) beschränkt. Im Rosencafé war dagegen durchgängig Betrieb, so dass dort die fleißigen Rosenfreundinnen und -freunde alle Hände voll zu tun hatten. Gegen 15 Uhr erlebte das Café nochmals einen starken Ansturm, weil der angekündigte Regen einsetzte. Gewittersturm und Hagel blieben

allerdings aus. Das Beratungszelt diente von da an vielen Marktbesuchern als Unterstand und Regenschutz. Gegen 17 Uhr  hatte sich der Markt zusehens geleert, da  der Regen nicht nachließ.

 

Die nachfolgenden Bilder Bilder von den Aktivitäten der Rosenfreunde geben einen Eindruck vom Geschehen rund um das Hau der Rose.

Text und Bilder:   Ulrich Perpeet

Pe, 05/18

 

Pflegearbeiten im Duftgarten des Deutschen Rosariums

Duftgarten (Bild aus Juni 2016)

 

Am 9. Mai 2018 traf sich das Pflegeteam der Dortmunder Rosenfreunde ab 7:00 Uhr im Duftgarten. Insgesamt hatten sich 10 Rosenfreundinnen und Rosenfreunde eingefunden. Der tageszeitlich frühe Termin war dem sommerlichen Wetter mit Tagestemperaturen bis 30 °C geschuldet. Die Vorverlegung um eine Woche lag an dem frühzeitigen Eintreffen der bestellten Stauden. Auf dem Programm standen

´Bodenlockerung, Wildkrautbeseitigung, Aufnahme ineinander gewachsener Stauden , deren Rückschnitt und Neupflanzung, Rodung von überalterten und teilweise ausgebliebenen Halbsträuchern sowie Neupflanzung von bestellten Stauden als Ersatz für freigewordene Pflanzstellen. Die Stauden sind eine Spende des Fördervereins des Deutschen Rosariums Dortmund e.V. und die Arbeiten wurden von Rosenfreunden als Paten des Duftgartens ehrenamtlich durchgeführt.

 

Im Einzelnen wurden folgende Duft- und Gewürzkräuter in die Beete 1 bis 8 des Duftgartens integriert:

 

Beet 1:         5   Rosmarinus officinalis ´Arp´ (Rosmarin)

                    5   Nepeta nervosa ´Schneehäschen´ (Geaderte, weiße Katzenminze)

 

Beet 2:         5   Santolina rosmarinifolia ´Lemon Fizz´ (Gelbes Heiligenkraut)

                    6   Salvia officinalis ´Icterina´ (Gelbbunter Gewürzsalbei)

 

Beet 4:         3   Santolina  chamaecyparissus ´Edward Bowles´ (Gefiedertes

                         Heiligenkraut)

                    5   Satureja montana ssp. montana (Bergbohnenkraut)

                   10  Salvia officinalis ´Purpurascens´ (Purpur-Gewürzsalbei)

 

Beet 5:         5   Salvia lavandulifolia (Lavendelblättriger Salbei)

                    5   Thymus vulgaris ´Compactus´ (Zwergthymian)

                    5   Thymus vulgaris ´Cromwell´s Auslese´  (Englischer Gewürzthymian)

 

Beet 6:        10   Thymus herba-barona  (Kümmelthymian)

                   15   Mentha piperita ´Chocolate´ (Schokoladenminze)

                    5   Helichrysum italicum (Currykraut)

 

Beet 8:        12   Agastache rugosa ´Blue Fortune´ (Duftnessel)

                    3   Satureja montana ssp. montana  (Bergbohnenkraut)

                    3   Salvia sclarea (Muskatellersalbei)

                    3   Santolina chamaecyparissus ´Edward Bowles´ (Gefiedertes

                        Heiligenkraut)

 

Im Anschluss an die Pflanzung wurden die Stauden gründlich gewässert. Nach 4 Stunden intensiver und schweißtreibender Arbeit waren die vorgesehenen Arbeiten weitgehend erledigt. Nun hofft das Team - und die Stauden - auf den wachstumstreibenden Regen, der am Himmelfahrtstag einsetzen soll.

 

Text:    Ulrich Perpeet

Bilder: Heinz Helmut Bussemas (März 2018)

           Ulrich Perpeet (Mai 2018)

 

Pe, 05/18


Bericht über die Seminare zum Rosenschnitt 2018

(Der Bericht soll voraussichtlich im Rosenbogen II/18 erscheinen)

Otmar Körfer erklärt den Schnitt bei Kaskadenrosen

Alljährlich im März – kurz vor Beginn der Vegetationsperiode – veranstalten die Dortmunder Rosenfreunde an zwei Samstagen ihre beliebten und gut frequentierten Seminare zum Rosenschnitt und zur Düngung von Rosen. Sie finden jeweils im „Haus der Rose“ im Westfalenpark und in den Rosenquartieren des Rosariums statt.

 

Am 10. und 17. März 2018 war es wieder soweit: Gut 40 Interessenten fanden den Weg ins Haus der Rose, um an der theoretischen und praktischen Unterweisung im Rosarium teilzunehmen.

 

Zu Beginn wurde die Mechanik der mitgebrachten Rosenscheren in Augenschein genommen und wo nötig gerichtet, geschärft, mit Ballistol-Öl gefettet und auf Schnittfähigkeit an einem Blatt Zeitungspapier getestet. Ungeeignete Modelle wie Papier- oder Drahtscheren, Scheren mit stark beschädigter Klinge, unbrauchbare „alte Schätzchen“ oder ´Amboss-Scheren´, die das Rosenholz quetschen statt zu schneiden, wurden als „unbrauchbar“ für Rosen deklariert. Die Scheren der Wahl sind die sogenannten Beipass-Scheren, die einen sauberen Schnitt hinterlassen, wenn die Klingen sauber und gut geschärft sind. Beim Modell Felco und anderen höherwertigen Rosenscheren wurde auf die Drahtschneidekerbe aufmerksam gemacht (Aha-Effekt), für den Rest der Klinge ist Draht ein ´Tabu´.

 

Nach einem Überblick über geeignete und weniger geeignete Modelle bei weiteren Schneidegeräten wie Handklappsägen, Baumsägen, Astscheren oder Präsentierscheren gab es über eine Powerpoint-Präsentation eine detaillierte Einführung zu den folgenden Aspekten des Rosenschnitts:

Schnittgründe, Schnittzeitpunkte, Schnitt-Techniken und Schnittarten bei den unterschiedlichen Rosengruppen, wobei auch die morphologischen Merkmale wie Triebknospe, Blattnarben, schlafende Augen, Veredlungsstelle, Wildtrieb … nicht zu kurz kamen. Die Teilnehmer machten dabei regen Gebrauch von ihren Fragemöglichkeiten.

 

Das vierstündige Seminar am 2. Samstag ergänzte ein bildgestütztes Referat über fachgerechte Rosendüngung, die im Frühjahr mit dem Rosenschnitt einhergehen sollte. Im Fokus standen dabei die Ernährungsgrundlagen der Rosen, der Boden als Nährstoffspeicher und Nährstofflieferant, Verfahren des Düngens, Vor- und Nachteile der Düngemittelgruppen, Zeitpunkte des Düngens, Dosierung der Düngergaben, Bedeutung des pH-Wertes für die Verfügbarkeit von Nährstoffen sowie Anwendungsbeispiele. Auch dabei machten die Teilnehmer regen Gebrauch von ihren Fragemöglichkeiten.

 

Bei der gut einstündigen Schnittpraxis wurde von den Teilnehmern dann unter Anleitung versucht, in den Rosenquartieren des Rosariums die Regeln des Rosenschnitts in die Praxis umzusetzen. Dabei wurde jede Rose zunächst in ihrem Aufbau betrachtet, Schäden diagnostiziert, die den Aufbau störenden Triebe sowie der Rosentypus (Edel-, Strauch-, Kletterrose …) bestimmt. Nach einem Beispielsschnitt durch einen Rosenfreund konnten die Teilnehmer nach Anfeuerung unsererseits unter dem Motto loslegen: „Nur Mut! Es sind ja nicht ihre Rosen!“

Das Entdecken von schlafenden Augen, von Frostschäden oder Scheuerstellen gelang nach einiger Übung immer besser und nebenbei auch die Behandlung von Bohrlöchern des Triebbohrers, nämlich Rückschnitt bis ins gesunde Mark. Auch die Empfehlung „auf einen dicken Rosentrieb Spannung geben, um sich das Schneiden zu erleichtern“ wurde mit dem Ausspruch „geht wie Butter“ verinnerlicht. Damit jeder Teilnehmer die Praxishinweise und die Schnittausführung auch gut erfassen konnte, war die Teilnehmerschaft auf zwei Gruppen mit jeweils einem Gruppenleiter aufgeteilt.

 

Nach dem Ende der Übungen konnten die Teilnehmer sich noch mit Informationsblättern, Programmflyern, Rosenbindern, Rosenkatalogen, Rosenstärkungsmitteln und Kleingebinden mit Patentkali versorgen.

 

Die Teilnehmer bedankten sich für die lehrreichen Informationen und praktischen Tipps, die sie in ihren Gärten beherzigen wollten, wobei manche eingestanden,

dass sie bisher Vieles falsch gemacht hätten. Einige wollten auch gerne einmal zu den monatlichen Stammtischen der Rosenfreunde kommen, um aus ihrem Garten zu

berichten und um Lösungen zu Fachfragen zu erhalten.

Text und Bilder: Ulrich Perpeet

Pe, 03/18

Info-Material über

Grundlagen des Pflanzenwissens: Wie lassen sich Enttäuschungen beim Pflanzeneinkauf vermeiden?

 

Unsere Rosenfreundin Ruth Müller stellt die Powerpoint-Unterlagen ihres Referates vom Rosenstammtisch am 7. März allen Interessenten als Download zur Verfügung.

Außerdem weist sie darauf hin, dass sie die Inhalte bei den Staudenfreunden im Rahmen der Gartenschule 2018 als Seminar am 19. September im Bildungsforum SNU im Rombergpark von 19:30 bis 20:30 Uhr nochmals darstellt. 

Grundlagen des Pflanzenwissens: Wie lassen sich Enttäuschungen beim Pflanzeneinkauf vermeiden
Pflanzenwissen Grundlagen - Ruth Müller.[...]
Microsoft Power Point-Präsentation [1.9 MB]

Pe,03/18

 

Westfälisch-lippische Gärtner

unterstützen das Deutsche Rosarium Dortmund

Scheckübergabe; v.l. Thomas Lolling, Hermann Kopp, Dirk Scholz, Norbert Toppmöller

 

Auf der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Gartenbau Ruhr-Lippe im Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen e.V. am 21.02.2018 in Dortmund

überreichte der Schatzmeister des Kreisverbandes Dirk Scholz symbolisch einen Spendenscheck an den Förderverein des Deutschen Rosariums Dortmund e.V..

Der Scheck wurde vom 1. Vorsitzenden Hermann Kopp und dem stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Lolling mit herzlichem Dank entgegengenommen.

 

Der Spendenbetrag entstammt dem Restvermögen des Gartenbauhilfsdienstes Westfalen-Lippe e.V., einer Selbsthilfeeinrichtung westfälisch-lippischer Gärtner für Fälle, in denen ein Betriebsleiter durch Unfall oder Krankheit zeitweise nicht in der Lage ist, seinen Betrieb zu führen und daher auf eine fachliche Hilfe angewiesen ist.

Aus berufspolitischen und wirtschaftlichen Gründen musste sich diese Einrichtung selbst auflösen und das verbliebene Vermögen gemäß Satzung einem gemeinnützigen Zweck zuführen. Der Spendenbetrag ist nach Entscheidung der Mitgliederversammlung des Gartenbauhilfsdienstes dem Förderverein des Deutschen Rosariums Dortmund e.V. zugeflossen.

 

Nach Angaben von Thomas Lolling, dem gärtnerischen Leiter des Westfalenparks und des Rosariums, sollen die Mittel nach Absprache mit dem Förderverein insbesondere für die Umgestaltung und Neupflanzung des in die Jahre gekommenen ADR-Rosengartens und für die Restaurierung des ´Englischen Tores´ ( - einem Abschiedsgeschenk der in Dortmund stationierten englischen Streitkräfte am Eingang des Rosenweges im Rosarium - ) verwendet werden.

 

Für die großzügige Spende bedankt sich der Förderverein des Deutschen Rosariums Dortmund e.V. auch im Namen aller Rosenfreunde und der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e. V. in Baden-Baden ganz herzlich.

 

 

Nach der Überreichung des Schecks wurden in der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Gartenbau Ruhr-Lippe unter Leitung des Vorsitzenden Norbert Toppmöller (Kreisgärtnermeister) folgende Tagesordnungspunkte abgehandelt:

 

Begrüßung und Totenehrung, Aktuelles aus der Landwirtschaftskammer (Hans-Peter Wessels, Baumschulberater; Stefan Brinkmann, Ausbildungsberater), Aktuelles aus der Arbeit des Landesverbandes Gartenbau NRW e.V. (Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin und Jürgen Winkelmann, Verbandsdirektor), Kassenbericht des Kreisverbandes (Dirk Scholz), Entlastung des Vorstandes und Wahlen (Norbert Tewes, Kassenprüfer und Jürgen Winkelmann, Wahlleitung), Aktivitäten 2017/2018 ( Norbert Toppmöller).

Der Kreisverband lud anschließend alle anwesenden Mitglieder und Gäste zu einem gemeinsamen Abendessen ein.

Bilder und Text: Ulrich Perpeet

Pe, 02/18

Gartenträume

Wollerton Old Hall Garden; Rosen- und Sonnenuhr-Garten

Futter für Augen und Seele bietet der Cottage Garten von Wollerton Old Hall. Tauchen Sie ein oder erinnern Sie sich an diesen wunderbaren Garten! Den bebilderten Bericht lesen Sie im Menü "Gartenträume"!

Pe, 01/18

 

Achtung Homepage-Besucher:

Änderung im Bildbetrachtungsmodus!

 

Ab Oktober 2017 hat der WebHosting-Anbieter 1&1 den Adobe-Flashplayer wegen seiner Störanfälligkeit auf Dauer abgeschaltet.

Das hat Folgen im Bildbetrachtungsprogramm ´Bildergalerie´!

 

1. Eine bildschirmfüllende Bildwiedergabe ist für alle neuen Berichtseinstellungen leider

    nicht mehr möglich!

2. Die Bildbeschreibungen außerhalb der reinen Bildfläche sind beim Bildlauf nicht mehr

    sichtbar!

3. Um eingestellte Bildbeschreibungen und Bildautoren sichtbar zu machen, muss beim

    Bildlauf der Cursor jeweils  auf das ruhende Bild geführt werden. Erst dann öffnet sich

    das  Beschreibungsfenster!

    Bei der Einzelbildbetrachtung liegt die Beschriftung stets automatisch unter

    dem Bild!

 

Die Rosenfreunde Dortmund hoffen, dass sich ihre Homepage-Nutzer in der leider notwendigen Änderung im Bildbetrachtungsprogramm der Bildergalerie zurechtfinden.

Pe, 11/17