Reisebericht Bollentour 2026

 

Am 21. April 2026 machten sich 16 Rosen- und Gartenfreunde von Bad Laasphe über Duisburg auf den Weg zu den schönen Frühlingsgärten in Holland. Unser erster Garten an diesem Tag war der Garten Sprezzatura.  Auf 3.500 m² haben die Besitzer ein herrliches Gartenparadies im Arts-and-Crafts-Stil geschaffen.

Als wir das Grundstück betraten, waren alle überwältigt von der Pracht. Vor dem Haus empfing uns ein Tulpenfestival. Wir bekamen Informationen, wie alles begann, und wurden zuerst zu Kaffee/Tee und Kuchen in das Haus gebeten. Danach begaben wir uns in den Garten. Die vielfältige Bepflanzung, ein Senkgarten und einer Anhöhe (Bloemen op de Berg). Die Anhöhe liegt über 4 Meter zum tiefsten Teil.

Der Blick von der oberen Dach-Terrasse ermöglichte einen Blick über die gesamte Gartenanlage.

Die Hausherrin ist Künstlerin, was sich in den Farbkombinationen widerspiegelt.

Bei herrlichem Sonnenschein verabschiedeten wir uns. Es wartete noch ein Frühlingsgarten auf uns.

 

Tuin in Demen

Im vergangenen Herbst pflanzte Marjike zum letzten Mal 20.000 Tulpen. Zusätzlich wurden 20.000 Staudenzwiebeln gepflanzt, die im Boden verbleiben. Von der riesigen Menge Tulpen waren wir sehr beeindruckt, und Marjikes Prinzip der Farbenharmonie wurde überall sichtbar.

Die Gärten in Demen liegen zwischen Nijmegen und Den Bosch. Wir bekamen Tee/Kaffee und Kuchen und konnten alles bei herrlichem Sonnenschein draußen genießen. Der Garten erstreckt sich über 15.000 m². Es wurden viele Gartenzimmer angelegt, jedes mit einem eigenen Farb- und Pflanzenkonzept. Sie strahlen viel Atmosphäre aus, dieses ist Marjike sehr wichtig. Man sieht überall, dass Wissen und ein Farbgefühl so ein Ergebnis hervorbringen.

Trotz der Pflanzen und Farbenfülle strahlt der Garten Ruhe aus. Hier möchte man entspannen. Wir verabschiedeten und bedankten uns, dass wir den Garten noch einmal im Frühjahr besuchen durften.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir unser Hotel De Wageningsche Berg. Nachdem die Koffer ausgepackt waren, ging es zum Abendessen.

 

Zweiter Tag, 22. April 2026 Tuin de Beukenhof

Ellen und Hans Lubbers begrüßen uns herzlich und hießen uns in ihrem Garten herzlich willkommen.

2000 wurde von den Eheleuten ein 3.000 m² großes Grundstück gekauft und ein Garten angelegt. Damals war noch nicht absehbar, dass der Garten mit Besuchern geteilt wird.  Es gibt mehrere Gartenzimmer, umgeben von Buchenhecken. Wichtig für Beide sind farblich abgestimmte Staudenrabatten, das beherrscht Ellen perfekt. Sie wird von Hans immer unterstützt, bis heute.

2004 wurden 7.000 m² dazugekauft. Dann ging es richtig los. Immer wieder sind neue Elemente hinzugekommen.  Heute gibt es große Staudenrabatten, einen Schattengarten, ein Gewächshaus, ein Pflückgarten wurde für den Eigenbedarf angelegt.

2021 sind wieder neue Elemente hinzugekommen. Im Garten-Café servierten sie uns eine Tasse Tee/Kaffee und selbst gebackenen Kuchen.

Gerne wären wir noch geblieben – doch Garten Nummer 2 wartete.

 

Tuin Hubertushof

Ein herzliches Willkommen, und als alle Teilnehmer bei Kaffee und Gebäck am Tisch saßen, erzählte uns Anja, wie sie in Besitz von Haus und Garten gekommen waren.

Anja und Mart besuchten 1996 das Jagdschloss St. Hubertushof. Der Garten war verwildert und in keinem guten Zustand. Das Haus sollte verkauft werden.

Sie beide verbliebten sich sofort in den Garten und waren begeistert von den alten Bäumen, der Buchenhecke und dem Bach. 10 Jahre benötigten sie für die Anlage des Gartens. Bäume wurden gefällt, der karge Boden mit Dünger aufbereitet. Nach und nach wurden Beete angelegt und legten so den Grundstein für den 5.000 Quadratmeter großen Garten. Mart entwarf die Sichtachsen, und beiden war wichtig, dass der Garten und die Umgebung zueinander passten. Er sollte so aussehen, als wäre der Garten natürlich gewachsen.

Wir begaben uns auf einen Rundgang und konnten vom Haus aus die Sichtachsen gut erkennen. Ein langgezogener Teich hinter den ersten Querhecken war perfekt gesetzt.  Viele Staudenbeete und Sträucher spiegelten die Natürlichkeit wider.  Der Garten sieht nicht künstlich angelegt aus, und gerade dieses macht ihn so wertvoll. Auf Reisen nach England holte sich das Ehepaar viele Anregungen.

Ein Blick auf die Uhr, und es hieß Abschied nehmen. Wir bedankten uns bei Anja für die vielen Informationen und Gastlichkeit.

 

Garten Marieke Nolsen

Marieke empfing uns herzlich und führte uns in ihren Garten. Vorab bekamen wir einige Informationen über Haus und Garten. Marieke hat ein neues Buch über ihren Frühlingsgarten geschrieben. Sie hat in den letzten 10 Jahren pro Jahr ca. 3000 Blumenzwiebeln gepflanzt, und die Pflanzarbeit inspirierte sie, aufzuschreiben, welche Sorte sie auswählt und welche Kombination zu den Stauden passt.

Viele bepflanzte Töpfe mit Tulpen und Narzissen hat sie gekonnt an vielen Plätzen arrangiert. Ein besonderes Plätzchen war der Innenhof mit seiner besonderen Atmosphäre.

Bei unserem Rundgang konnten wir das Ergebnis bestaunen. Auch hier gab es Kaffee/Kuchen. Ein Schattenplätzchen lud zum Verweilen ein.

Marieke ist auch bekannt für ihre Blumensteck-Seminare.

Einige Pflanzen wurden für den heimischen Garten mitgenommen und dann ging es weiter zu unserem Hotel.

Dritter Tag: De Boschhoeve

Wir bekamen zuerst Kaffee/Kuchen in der großen Halle. Viel Schönes: Porzellan, Keramik und hochwertiges Gartenwerkzeug konnte bestaunt werden. Auch Sämereien gehören zum Sortiment. Dineke, die Besitzerin, führte uns anschließend durch den Garten. Hier standen in geraden Reihen angeordnet schöne Narzissen. Helleborus und besondere Stauden befanden sich in den mit Buchs umrandeten Beeten hinter dem Haus.

Die Gärtnerei bot bereits ein großes Sortiment an Stauden an. Viele Pflanzen landeten im Bus, um zu Hause einen schönen Platz zu finden.

Auch hier fiel das Abschiednehmen schwer. Ein Garten wartete noch auf uns.

Nach einer längeren Fahrt erreichten wir

Brookergarden

Loek und Anne-Marie Gubbels haben sich mit ihrem Garten einen fantastischen Blumengarten geschaffen.

Der Garten ist 5.500 ² groß, wir wurden herzlich begrüßt. Vom Eingang aus geht es über eine Rasenfläche in den hinteren Bereich. Der gesamte Rasenflächenrand ist mit verschiedenen Narzissen bepflanzt. Wunderschöne Figuren umrahmen den Eingang und vom seitlichen Schattengarten kommt man in eine Fläche mit verschiedenster Bepflanzung. Palmen, Tulpen, ein Gartenhaus mit schöner Dekoration, gegenüber ein Teich mit Gräsern, Tulpen, frühblühende Stauden, großen Bäumen. Ein schöner Sitzplatz lädt zum Verweilen mit Blick auf die Terrasse. Viele weitere Tulpenbeete (20.000 Tulpen werden jedes Jahr gepflanzt), machten sprachlos.

Schöne Beete mit Helleborus und Stauden führen zu dem großen englischen Gewächshaus. Weiter geht es am großen Teich entlang hoch zum Wasserfall. Hier hat man einen Rundumblick mit fantastischer Aussicht. Alter Baumbestand spiegelt sich im Wasser und gibt dem Garten Struktur. Dann gelangt man zum Café mit Außensitzplatz. Kaffee/Kuchen sind auch hier Pflicht. Im Lädchen gibt es besondere Dekorationsartikel. Einige schöne Stücke wurden zur Erinnerung an einen besonderen Garten mitgenommen. Dieser Garten ist zu jeder Gartenzeit wunderschön und ein MUSS für Gartenfreunde!

Im Hotel, mitten im Wald gelegen, hatten wir schöne Zimmer mit Rheinblick.
Herzlichen Dank an Frau Dollberg für die gute Betreuung während der Reise. Ich freue mich auf die Bollentour im nächsten Jahr. Frau Dollberg wird uns sicherlich mit neuen, fantastischen Frühlingsgärten überraschen.

 

Brigitte Ruhnau
Rosenfreunde Dortmund                                                                       Bu 06/2026

 

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