Reisebericht zur Schneeglöckchenreise vom 14. bis 19. Februar 2026
Am 14.2. um 10.30 Uhr starteten wir nach England zur Schneeglöckchenreise. Gegen 16 Uhr kamen wir in Calais an und warteten auf die Überfahrt nach Dover. In Dover angekommen, fuhren wir zu unserem Hotel Holliday Inn. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es zum Abendessen. Es war ein langer Tag, und alle freuten sich auf die erste Nacht in England.
Am 15.2. ging es direkt nach dem Frühstück in Richtung Surrey zum größten Garten des RHS Royal (Royal Horticultural Society). Es regnete, doch gut ausgerüstet erkundeten wir den herrlichen Garten: Schneeglöckchen, Krokusse, Netz-Iris und viele Frühlingsblüher. Bereits viele blühende Sträucher konnten wir auch schon bewundern: Kamelien, Daphne, Lonicera x purpusii und die farbenprächtigen Cornus-Sorten. Eine wahre Pracht im Februar! In den Gewächshäusern am Stein- und Felsengarten waren Frühjahrs-Raritäten ausgestellt. Nach fast 3 Stunden hörte der Regen auf. Ein Besuch im Glashaus, welches ein Geschenk an Queen Mum zum 100. Geburtstag war, und natürlich der Shop waren in Besuch wert. Danach fuhren wir weiter zu unserem Hotel in Gloster, Glostershire. Das Hotel „Mercury“ – Bowden Hall kannten einige von einer früheren Reise. Nach dem Abendessen ging ein schöner Tag zu Ende.
Am 16.2. warteten zwei Gärten auf uns. Als erstes fuhren wir zum Rococo Garten „Painswick“. Er ist einer der größten Schneeglöckchengärten Englands 6 Acre (ca. 2,4 Hektar). Die weitläufige Anlage beeindruckt mit Snowdrops = Schneeglöckchen und Helleborus. Ein Weg führt vom Haus ins Tal. Mehrere farbige Pavillions stehen an verschiedenen Plätzen und überraschen mit ihrer außergewöhnlichen Form. Der Garten stammt aus den 1740er Jahren. Er wurde als Lustgarten angelegt und als Ort für intime Feste genutzt. In 1984 wurden er restauriert und erhielt seinen alten Glanz zurück. Heute ist er der einzige, vollständig erhaltene Rokokogarten des Landes. In dem schönen Lädchen gab es viel Zauberhaftes zu erwerben. Nach zwei Stunden verabschiedeten wir uns, um zum Colesbourne Park zu fahren.
Colesbourne Park
Wir wurden von Sir Henry herzlich willkommen geheißen. Er selbst, jetzt 90 Jahre alt, macht immer noch die Führung der Gruppen selbst, dennoch unterstützt von der Head Gardenerin. Sir Henry führt das Erbe seines Urgroßvaters weiter. Dieser hatte auf einer seiner Exkursionen in der Türkei Galanthus elwesii entdeckt.
Durch die Sonneneinstrahlung leuchtete der türkise See besonders schön. Oberhalb des Sees sind viele Galanthus/Schneeglöckchen in großer Menge zu bewundern: Einen seltenen knorrigen Baum und viele Sträucher, einige von ihnen in Grautönen geben der Umgebung einen verwunschenen Anblick. Viele alte, besondere Bäume in dem Waldbereich konnten wir bewundern, unterpflanzt mit Unmengen von Galanthusarten, dabei viele seltene Sorten, eine wahre Pracht in weiss. Zu den Galanthus gesellen sich viele Cyclamen in vielen verschiedenen Farben und Blattstrukturen. Unterhalb des Waldes sind zudem viele verschiedene Helleborus und wertvolle Galanthusarten, wie das einzigartige gelbe, zu bewundern. Wir mussten uns verabschieden, nicht ohne vorher noch einige Galanthustöpfchen zu erwerben.
Weiterfahrt zu unserem Hotel zum Abendessen und einen gute Nachtdrink.
17.2. Cotswolds Farm
Am Vormittag wurden wir in einem Privatgarten erwartet – Cotswold Farm.
Heute ist Cotswold Farm das Zuhause der fünften Generation der Familie Birchall, ein bezauberndes Haus und Garten im Arts-and-Crafts-Stil. Wir wurden von dem Ehepaar herzlich begrüßt und erkundeten den Garten, ein Ort der Ruhe mit Blick auf ein friedliches Tal. Der Garten erstreckt sich über abfallende Ebenen und ist von Mauern aus Cotswold-Stein und Eibenhecken umgeben. In dem Garten befinden sich herrliche Gehölze. Durch die Terrassierung kann man die Anlage ganz besonders überschauen. Zum Abschluss des Besuchs wurden wir zu Kaffee/Tee/Kuchen ins Esszimmer gebeten. Die Kaffeetafel war mit besonderem Geschirr eingedeckt, eine schöne Überraschung. Zum Abschluss fanden einige Schneeglöckchen einen Platz in unseren Taschen. Weiter ging es zum
Batsford Arboretum
Auch dieser Ort gilt als einer der besten Plätze, um Schneeglöckchen in den Cotswolds zu sehen.Das Batsford Arboretum beherbergt auf einer Fläche von 60 Hektar eine einzigartige Sammlung einiger der schönsten und seltensten Bäume und Sträucher. Schneeglöckchen, Christrosen, Alpenveilchen und Winterlingen entlang des „Her Ladyships Walk“ – dem Eingangsweg zum Arboretum – machen neugierig auf den Park. Beim Rundgang kam man aus dem Staunen nicht heraus. Zu den Schneeglöckchen gesellten sich schon viele blühende Narzissen, z.B die leuchtend gelbe Sorte January Gold.
Immer wieder bin ich fasziniert von den großen, alten Bäumen. Einen besonderen Baum musste ich unbedingt fotografieren: Gewachsen wie ein Elefantenkopf.
Ein Bachlauf mit einer roten Brücke, zusätzlich liegt süßer Duft in der Luft, dank verschiedener Daphne Sorten. Die Zaubernüsse ( Hamamelis ) stehen ebenfalls in vielen Farben in voller Blüte.
Die Farbe der Zierstämme sind zu dieser Jahreszeit ein Highlight, wobei weißstämmige Birken und Zierhartriegel auffällige Rot-, Orange-, Schwarz- und Olivgrüntöne aufweisen. Das Gartencenter mit Restaurant war ein Muss.
Wir waren schon gespannt auf die Gärten/Parks am nächsten Tag. Zuerst fuhren wird aber wieder ins Hotel, ein leckeres Abendessen wartete auf uns. Die Koffer mussten gepackt werden, da am nächsten Morgen die Koffer im Bus verstaut werden mussten.
Bevor es morgen auf die Fähre geht, werden noch zwei Gärten besucht.
18.2. Thenford Garden
Vor dem Besuch des Gartens bekamen
wir eine Einführung zum Garten und wurden mit Kaffee/Tee und Kuchen verwöhnt. Das Arboretum ist
70 Hektar groß, beherbergt eine Sammlung von mehr als dreitausend verschiedenen Bäumen und Sträuchern
Der Ursprung der Schneeglöckchensammlung von Thenford Garden und Arboretum liegt bei der
Familie Elwes (Colesbourne Gardens), die den Besitzern in den 1980er Jahren mehrere Blumenzwiebeln schenkte. Die stellvertretende Leiterin Emma Thick hat seit Mai 2014 maßgeblich dazu beigetragen, die Sammlung auf ihren heutigen Umfang zu erweitern.
Jetzt werden über 900 verschiedene Arten und Sorten kultiviert.
Viele Staudenbeete, Wassergärten, einen
Alpentroggarten, einen Skulpturengarten, einen Rosengarten und einen Bachlauf kann man mit unterschiedlicher Bepflanzung besichtigen. Ein Besuch des Gartens zur Sommerzeit ist sicher
lohnenswert.
Den See konnten wir nur aus der Ferne besichtigen. Alles zu besichtigen, dafür reichte leider unsere Zeit nicht. Trotzdem konnten noch viele besondere Skulpturen konnten bewundert
werden.An diesem Tag stand noch ein weiter Garten
auf dem Programm.
18.2.Evenley Wood Garden
Dan Winter, der Headgardener, führt uns zu den schönsten Stellen im Park.
Es war ein sehr intensiver Rundgang, und wir erfuhren viel Interessantes
zur Anlage. Das Arboretum, 60 Hektar groß und in Privatbesitz, beherbergt eine große Sammlung seltener
Bäume. Besonders für diese Region ist der saure Boden, der das Gedeihen einer breiten Palette von Pflanzen
ermöglicht, die andernorts in Northamptonshire selten sind.
Der Garten wurde über 40 Jahre lang von Tim Whiteley entwickelt und wird heute von seiner Tochter Nicola verwaltet. Es ist immer ein besonderes Erlebnis, diese herrlichen alten Bäume zu sehen. Auch hier sahen wir ganz besondere Schneeglöckchen und viele Narzissen. Wir nahmen viele schöne Eindrücke mit. Für Kinder gibt es eine Wildwood-Spielarea.
Im Café "Uncle Geordie's Shed" bekamen wir Kaffee/Kuchen. Da es an diesem Tag sehr kalt und windig war, wurde auch eine Tagessuppe mit Sandwichs angeboten. Die Suppe war genau das Richtige!
Im Anschluss reisen wir Richtung Harwich. Unser Abendessen nahmen wir an diesem Abend in einem Pub ein, bevor es auf die Fähre ging.
19.02. Frühstück auf der Fähre
Auf der Rückreise durch die Niederlande legten wir noch einen Stopp in der Gärtnerei De Boschhoeve in den Niederlanden ein und ließen uns dort nochmals von den Sneeuwklokjes verzaubern. Tee/Kaffee/Kuchen bekamen wir auch serviert.
In De Buschhoeve hat der Schneeglöckchenmarkt in diesem Jahr zum letzten Mal stattgefunden. Der Gemüsegarten wird ab 2026 auch nicht mehr bewirtschaftet. Dineke wird die Gärtnerei noch zwei bis drei Jahre öffnen und erhält viel Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer.
Dineke erklärte,dass neben ihren eigenen Schneeglöckchen auch immer andere Züchter noch vertreten waren. Fast alle von ihnen sind bekannte Gesichter mit renommierten Sorten und verschiedenen Spezialitäten:
- Schneeglöckchen von Cathy Portier
- Schneeglöckchen von Piet van Groningen
- Frühblüher von Uwe Stiebritz
- Stauden von Mirko
- Alpenveilchen von Renate Brinkers
- Dahlienknollen von Hein Meeuwissen
- Sträucher von Jan van Tiel
- Aber auch wunderschöne Wollartikel von Mieke Kokkelink und Annemarie Stallenberg. Schmuck von Meryam van den Born. Botanische Zeichnungen von Wil Wessel. Bemaltes Geschirr von Krijntje Kruimel und Boschhoeve-Seife von Esther Lucassen. Ihr eigenes Sortiment umfasst Saatgut, Terrakotta, Antiquitäten, Gartengeräte, Gießkannen, Geschirr, handgefertigte Karten und Secondhand - Damenbekleidung. Für diesen Markt hatte sie ihr Angebot um die Clematis 'Winter Beauty', Stiefmütterchen und Sträucher ergänzt-
- Vor fast vierzig Jahren gründete Dineke Jurrius-Logtenberg eine kleine Baumschule auf dem Bauernhof ihrer Familie. Seitdem ist „De Boschhoeve“ für unzählige Gartenliebhaber ein Begriff.
Im Jahr 2026 gibt es Folgendes im Garten Boschhoeve zu bestaunen:
- Offene Gärten mit inspirierenden Beeten für Frühling, Sommer und Herbst, ein Obstgarten und ein Schattengarten
- Ein großer Pflückgarten für saisonale Blumen, mit Stauden und einjährigen Pflanzen.
- Gemütliche Ecken, über den ganzen Garten verstreut, mit Bänken zum Genießen der Schönheit, der Aussicht und der Ruhe.
- Ein großer Innenhof mit Platz für den Pflanzenverkauf. Besucher können die schönen Terrassen in Sonne oder Schatten genießen.
- Eine große Scheune mit Läden für Saatgut, Terrakotta, Gartengeräte, Antiquitäten, Karten, Geschirr, Vasen und Secondhand - Kleidung.
- Ein Teeraum für Kaffee und Tee mit einer leckeren Kleinigkeit.
Das Boschhoeve-Team:
Die treibende Kraft hinter De Boschhoeve ist Frau Dineke selbst. Besucher sind beeindruckt von der Sorgfalt, die nicht nur den Gärten, sondern dem gesamten Gelände in all seinen Facetten gewidmet wird. An zahlreichen Stellen wurden gemütliche, stimmungsvolle Ecken geschaffen. Bei diesem Streben nach Perfektion wird Dineke von einem enthusiastischen Team von Freiwilligen unterstützt, die tatkräftig mit anpacken, teils in den Gärten, teils in der großen Werkstatt. Dineke – Anke – Annemarie (Text Auszug Website Boschhoeve)
Brigitte Ruhnau
Rosenfreunde Dortmund
Fotobuch Schneeglöckchenreise 2026: