Mixed Border in Hidcote Manor

 

Reise der Rosenfreunde Dortmund in die Cotswolds vom 22. bis 28. Juli 2026

 

Rosen- und Gartenbegeisterte reisten mit „Pretty Cottage Gartenreisen“ am 22. Juli von Bad Laasphe über Dortmund und Duisburg in Richtung England. In Dünkirchen angekommen, fuhren wir mit der Fähre bis Dover. Vom Hafen war es nur ein kurzer Weg bis zu unserem „Holiday Inn Hotel“.

 

23. Juli 2026

 

Wir machten wir uns auf den Weg in die Cotswolds. „Chartwell House“ war unser erster Stop.

 

Chartwell war das Haus der Familie von Winston Churchill. Wir konnten viele persönliche Gegenstände im Haus bewundern. Besonders die von Churchill selbst gemalten Bilder.


Im Garten gibt es den Rosengarten, der von Lady Churchill entworfen wurde und einen atemberaubenden Blick auf das Anwesen und die Landschaft bietet.

Das Gartenteam pflegt weiterhin die von Lady Churchill favorisierte Farbgebung und wählt in den formellen Betten nur weiße und rosa Rosen aus. Glysterien, die im Frühjahr von violetten Racemen geschmückt sind, lassen das Bild erahnen, welches im Frühjahr in voller Schönheit ist.


Die Mauer des Walled Kitchen Garden wurde von Churchill selbst erbaut, der Garten ist von Apfelbäumen und einer Wildblumenwiese umgeben.

 

Das Marycot, ein kleines Backsteinhaus, das Sir Winston Churchill für seine jüngste Tochter Mary gebaut hat, befindet sich im hinteren Teil des Gartens.

 

Wir konnten die Golden Rose Avenue besuchen. Die Allee halbiert den ummauerten Garten und war ein Geschenk an Winston und Clementine von ihren Kindern und Enkeln anlässlich ihres 50. Hochzeitstags 1958. Hier wurden kürzlich mehr als 200 gelbgolden blühende Rosen gepflanzt, die alle mit Katzenminze (Nepeta × faassenii) und Lämmer-Ohren (Stachys byzantina) unterpflanzt sind.


Churchill hat gerne und viel gemalt. In „The Studio“ ist die größte Sammlung seiner Gemälde - ein MUSS bei einem Besuch und sehr beeindruckend.

 

Das Café bietet im Sommer leichte Mittagessen sowie Tees, Kaffee, Kuchen und Eis.
Ein gut sortiertes Lädchen hat lokale Pflanzen, Geschenke und Souvenirs zum Verkauf.

 

24. Juli 2026

 

Wir besuchten die Gärten Rodmarton Manor und Highgrove

 

Während der Fahrt konnten wir die herrliche Landschaft der Cotswolds bewundern.

Ernest Barnsley und sein Bruder Sidney, der als Möbelhersteller tätig war, gelten als führende Persönlichkeiten der Cotswold Arts and Crafts Bewegung.

 

Rodmarton Manor ist einer der schönsten Gärten der Cotswolds. Das Areal ist 8 Hektar groß und befindet sich in der Grafschaft Gloucestershire. Es gibt eine große Auswahl an Bepflanzungen, die im Laufe der Jahre mit herrlichen Ausblicken und vielen Orten zum Sitzen und Bewundern der Aussicht angelegt wurden. Jeder Bereich dieses Gartens hat seinen eigenen Charakter: von Alpenpflanzen in Trögen über größere Pflanzen im Steingarten, Rasenflächen, einen großen Nutzgarten und weiße Rabatten bis hin zu den prächtigen Staudenrabatten, die stetig neu bepflanzt und verschönert werden. Ein großes Beet war mit Dahlien und Gladiolen bepflanzt.

Es befinden sich auf dem Gelände viele alte Bäume, z. T. mehrere hundert Jahre alt.

 

Der Garten wurde von Ernest Barnsley entworfen, als er auch das Haus plante. Sein Entwurf ist bis heute erhalten geblieben und umfasst Terrassen, Formschnittgehölze, einen Erholungsgarten, Staudenrabatten und einen ummauerten Garten.

 

Das ganze Jahr über bietet der Garten mit Schneeglöckchen, Frühlingszwiebeln, Rosen und Stauden einen attraktiven Anblick. Besonderer Wert wird auf den Schutz der Vögel und Schmetterlinge im Garten gelegt, die bei einem Besuch (wetterabhängig) zahlreich zu beobachten sind.

 

Auf uns wartete noch ein weiterer Garten uns so machten wir uns auf den Weg nach Tetbury. Alle freuten sich auf Highgrove: das Privathaus und der Garten von King Charles III und Queen Camilla.

 

1980 kaufte der damalige Prince of Wales dieses Anwesen und hat viel Energie darauf verwendet, die Gärten um das Haus nach seinen Vorstellungen umzugestalten, die als einige der innovativsten im Vereinigten Königreich bekannt sind.


Die Reihe der miteinander verbundenen Gärten wurden mit Fantasie und Leidenschaft über etwa 40 Jahre geschaffen und spiegeln die natürliche künstlerische Fähigkeit des Königs wider. Organisch und nachhaltig verwaltet, sind die Gärten zu einem wichtigen Zufluchtsort für Pflanzen und Tiere geworden.
Die Gärten wurden, wie der König sagt, entworfen, um "mit dem Auge zu genießen und in Harmonie mit der Natur zu sitzen".


Die Gärten konnten wir, zusammen mit versteckten Kuriositäten und gärtnerischen Besonderheiten, auf der geführten Tour durch die Gärten bestaunen und genießen. Wir bekamen sehr viel Wissenswertes auf der Tour erzählt. Leider durften wir nicht fotografieren. Nach fast zwei Stunden Rundgang wartete ein köstliches Diner in einem Festsaal auf uns - für uns alle ein unvergessliches Erlebnis!

 

25. Juli 2026

 

Die Gärten Hidcote Manor und Coughton Court

 

 

Hidcote Manor befindet sich in dem Dorf Hidcote Bartrim, nahe Campden, Gloucestershire. Es ist einer der bekanntesten und einflussreichsten Gärten in Großbritannien mit seinen verbundenen "Gartenräumen" aus Hecken, seltenen Bäumen, Sträuchern und krautigen Grenzen. Erstellt von Lawrence Johnston, ist es im Besitz des National Trust und für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

Zur Geschichte des Gartens: Die Amerikaner Lawrence Johnston und seine Mutter ließen sich um 1900 in Großbritannien nieder. 1907 kaufte Johnstons Mutter, Mrs. Gertrude Winthrop (sie hatte wieder geheiratet) das Hidcote Manor Estate.

Johnston war bald daran interessiert, die Felder um das Haus herum in einen Garten zu verwandeln. 1907 begann er, die Gärten anzulegen. Erst 1922, als der Garten im Wesentlichen fertiggestellt war, kam Frank Adams von Windsor Castle aus nach Hidcote, um als Chefgärtner zu fungieren. 1947 vertraute er Hidcote dem National Trust an.

 

Charakter des Hidcote-Gartens: Lawrence Johnston war von der Schaffung seines Gartens in Hidcote durch die Arbeit von Alfred Parsons und Gertrude Jekyll beeinflusst, die Gärten mit winterharten Pflanzen entworfen hatte. Die "Gartenzimmer" von Hidcote haben verschiedene Charaktere und Themen, die durch die Verwendung von Hecken aus Hainbuchen, Eiben und von Steinmauern erreicht werden. Diese Zimmer, wie der "Weiße Garten" und der "Fuchsia-Garten" sind miteinander verbunden, einige durch Ausblicke und mit Topiaries ausgestattet. Einige haben Teiche und Brunnen, und alle sind mit Blumen bepflanzt. Sie umgeben das Herrenhaus aus dem siebzehnten Jahrhundert, und es gibt eine Reihe von Nebengebäuden und einen Küchengarten.

 

In diesem Jahr hatte die Hitze und die dadurch entstandene Trockenheit einige Bereiche sehr strapaziert, so dass nur die trocken- und hitzeverträglichen Pflanzungen noch schön anzusehen waren. Viele Teilnehmer stärkten sich in dem Restaurant mit typischen englischen Gerichten oder Scones.

 

Vor dem Haus von Coughton Court empfing uns die Besitzerin Imogen Birch Throckmorton mit ihren zwei Kindern. Sie begleitete uns und erklärte einiges zu Haus und Garten.

 

Das Anwesen gehört rechtlich weiterhin dem National Trust, der es 1946 von der Familie übertragen bekam. Die heutigen Bewohner und Verwalter, die das Anwesen seit Februar 2026 wieder in Eigenregie führen, sind Imogen Birch Throckmorton und ihr Ehemann Magnus Birch Throckmorton.

 

Coughton Court wird für Besucher geöffnet und es wurde das Besucherangebot mit der Nutzung des Tudor-Cafés und der Ausstellung im Stableyard erweitert.

Im Haus waren einige Räume restauriert worden und konnten besichtigt werden. Hier bekam man einen guten Einblick über das frühere Leben in einem herrschaftlichen Haus.

 

26. Juli 2026

 

Die Gärten Miserden und Kiftsgate Court standen auf dem Programm

 

Miserden ist ein bezaubernder und zeitloser ummauerter Cotswold-Garten. Von hier aus schaut man auf die sanften Hügel des Golden Valley. Der im 17. Jahrhundert angelegte Garten verströmt noch immer eine wunderbare Ruhe und Stille. Ein Eibenweg und malerische Grasstufen, typisch für die Arts-and-Crafts-Bewegung, prägen das Bild. Einige Elemente des Gartens, darunter die Form der Eiben, sind von der gleichen Quelle wie die von Lutyens entworfene Loggia inspiriert, der auch einen Flügel des Miserden Parks neugestaltete. Der Park wurde 1620 erbaut, und obwohl das Herrenhaus nicht öffentlich zugänglich ist, bildet es eine wunderschöne Kulisse für den Garten, besonders im Frühling, wenn es von Glyzinien überzogen ist.

Der Garten ist bekannt für seine prächtigen, gemischten Rabatten, die zu den ältesten in Privatbesitz zählen. Sie beherbergen eine wunderbare Vielfalt an Rosen, Waldreben, Sträuchern und Stauden, die vom Frühling bis zum Herbst für ein farbenfrohes Bild sorgen. Zu den weiteren zauberhaften Elementen des Gartens, der über Generationen hinweg gepflegt wurde, gehören eine 200 Jahre alte Platane, die durch eine Mauer aus Cotswold-Stein gewachsen ist, ein 400 Jahre alter Maulbeerbaum aus dem Jahr 1620, ein Bachlauf mit Springbrunnen und steinernem Gartenhaus sowie eine beeindruckende neue Dahlienspirale.

 

Zur Geschichte des Kiftsgate Courts und zur Gestalterin Anne Chambers: Eine von Annes größten Errungenschaften war die Anlage des neuen Wassergartens auf dem Gelände eines ehemaligen Tennisplatzes. Sie führt die Familientradition fort, neue und interessante Pflanzen auszuwählen, die die ursprünglich für den Garten festgelegten Farbschemata ergänzen. Das Leitmotiv ist die Evolution, nicht die Revolution.

 

Anne Chabers schrieb: Der Juni ist wie im Flug vergangen, und die Rosen hatten eine prächtige Blütezeit. Leider haben die sehr hohen Temperaturen der letzten Zeit dazu geführt, dass die Rosen schneller verblüht sind als sonst. Die Kiftsgate-Rose jedoch blühte prächtiger denn je und war ein wahrer Augenschmaus! Sie rankt an einer Eiche empor.

 

Meine Tochter Clare und ich unternahmen Anfang des Monats mit der „Historic Rose Society“ eine Reise nach Deutschland. Ein Höhepunkt war der Besuch in Sangerhausen in Ostdeutschland, wo sich die weltweit größte Rosensammlung befindet. Hella Brumme, die ehemalige Direktorin, führte uns herum, und wir besuchten auch ihren privaten Garten. Das Gelände ist weitläufig, aber wir konnten tatsächlich eine Kiftsgate-Rose entdecken, wenn auch nur minimal zurückgeschnitten und nicht in Blüte. Die Sammlung ist überwältigend, aber wir hatten Glück, dass viele der altmodischen Rosen in voller Blüte standen.“

 

Das doppelte Rosenbeet in Kiftsgate Court ist mit einer Mischung aus altmodischen, Wild- und modernen Rosen bepflanzt. Im Hochsommer ist der Duft überwältigend. Der Weg in der Mitte ist von der rosa gestreiften Rosa mundi gesäumt, von der viele Exemplare zu ihrer Elternrose, der Apothekerrose, zurückgewachsen sind. Um das Beet das ganze Jahr über attraktiv zu gestalten, sorgen Astilben, Astern und Gräser für zusätzliche Struktur und Struktur. Die ursprüngliche Kiftsgate-Rose wächst in diesem Beet, umhüllt drei Bäume und bietet Anfang Juli mit ihren weißen Blütenrispen, die kaskadenartig zu Boden fallen, einen prächtigen Anblick.

Am Ende des Weges rahmt ein geschnittener Bogen aus Mehlbeeren eine von Simon Verity geschaffene Sitzbank ein. Farne und Gräser schaffen hier eine ruhige Ecke.

 

27. Juli 2026

 

Unweit von Oxford entfernt und in der Nähe von London liegt Waterperry Gardens.

Bekannt wurde er durch Beatrix Havergal, die von 1932 bis 1971 hier ihre „School of Horticulture for Ladies“ gründete Der Park beherbergt auf 20 Hektar Fläche wunderschön angelegte Ziergärten, ein hochwertiges Pflanzenzentrum und Gartengeschäft, einen Galerie- und Souvenirladen, ein Museum und einen Teeladen.

 

Waterperry Gardens ist ein zauberhafter Ort, umgeben von wunderschönen Bäumen, Sträuchern und Blumen, klassischen Rabatten, moderner Bepflanzung, lauschigen Ecken und weiten Ausblicken.

 

Des Weiteren gibt es einen formalen Garten, den Mary-Rose-Garten, einen Seerosenkanal und lange Farbrabatten, seit kurzem auch ein kleines Arboretum hinter dem Kanal.

 

Auch diese schöne Reise geht nun zu Ende. Wir hatten noch eine Übernachtung in Dover, um dann am nächsten Morgen wieder zum Kontinent mit dem Fährschiff überzusetzen. Von Frankreich war es noch ein langer Weg bis nach Duisburg. Dort stiegen die ersten Teilnehmer aus, um die Heimreise anzutreten. Dortmund war unser nächstes Ziel. Hier verabschiedeten wir unsere Reiseleiterin, Frau Kossen-Hirth und weitere Teilnehmer. Monika Kossen-Hirth hat viel dazu beigetragen, dass diese Reise ein unvergessliches Erlebnis wurde. Einige Teilnehmer fuhren noch weiter nach Bad Laasphe.

 

An Frau Dollberg von Pretty Cottage ein herzliches Dankeschön für die gute Vorplanung!

Im nächsten Jahr fahren die Rosenfreunde wieder nach England. Einige haben schon gebucht und ich freue mich auf ein Wiedersehen.

 

Text und Fotobuch von Brigitte Ruhnau

 

                                                                                                            BU, 18.09.2026