Herbstlaub

Ein Landschaftspark in Herbstfarben

Der Nebel steigt

es fällt das Laub

schenk ein den Wein den Holden

wir wollen uns den grauen Tag

vergolden, ja vergolden ... (Theodor Storm)

 

Der Herbst zaubert herrliche Farben in Bäume und Sträucher: Das flammende Gelbrot in den Spitzahorn, das herrliche Goldgelb in den Tulpenbaum, das Gelbbraun in die Rotbuchen, das Rot ins Pfaffenhütchen, das Orangerot in den Essigbaum, das leuchtende Lilarot in die Korkspindel oder das Rotbraun in die amerikanische Eiche.

 

Das Jahr nimmt im goldenen Oktober einen wahrhaft rauschenden Abschied. Die klare Luft der kühlen und sonnigen Herbsttage treibt so manchen aus der Stube und zieht auch die Kinder magisch an, um durch´s raschelnde Falllaub zu stöbern und bunte Blätter zu sammeln. Bei trübem Wetter mag der Wein einen goldenen Ausgleich schaffen, indem er die Hoffnung auf Sonne nährt.

 

Über die physiologischen Ursachen der Herbstfärbung finden Sie Informationen über folgende Links:

http://www.nabu.de/naturerleben/naturtipps/natur-phaenomene/02724.html

http://www.botanik-bochum.de/html/jahrbuch/2010/Pflanzenportraet_Herbstfaerbung.pdf

 

Wer kann an abgefallenen Blättern erkennen, von welchem Baum sie gefallen sind?

Versuchen Sie sich an dem nachfolgenden Blätter-Quiz!

Kennst du dich aus mit Laubbaeumen 28100[...]
Microsoft Power Point-Präsentation [1.2 MB]

Bei nachfolgendem Bildmaterial stehen die Autoren bei Bildern aus dem Pool von Wikimedia (Freie Enzyklopädie) in Klammern hinter der Bildbeschreibung.

 

Wohin mit dem Laub?

 

Das abgefallenen Laub gehört in den natürlichen Stoffkreislauf. Es eignet sich im Hausgarten als Mulch besonders für jene Pflanzen, die ihren originären Lebensraum im Wald oder am Waldrand haben. Sie fühlen sich mit einer dünnen Mulchschicht aus Blättern besonders wohl, weil es ihren Lebensbedingungen am Naturstandort entspricht. Im Laufe der neuen Gartensaison wird das Laub von den Bodenlebewesen zersetzt und reichert den Boden mit Humus an. Zudem dient die Laubschicht vielen Insekten als Überwinterungsquartier, schützt die Pflanzenwurzeln vor strengem Frost und den Boden vor Abtrag, Verschlämmung und schneller Austrocknung. Ein gut mit Humus versorgter Boden zeichnet sich durch beste Eigenschaften aus: Er bleibt locker, speichert gut Wasser und Nährstoffe, lässt Überschusswasser schnell versickern, ist stabil im pH-Wert, reich an Bodenleben und erwärmt sich gut.

 

Vom Rasen oder von Beetflächen mit Polsterstauden (Thymian, Stachys...) sollte das Laub aber unbedingt entfernt werden, damit keine Fäulnis eintritt. Sie sind im Winterhalbjahr auf ausreichend Licht angewiesen. Das erste Falllaub lässt sich gut beim Rasenmähen zerkleinert im Grasfangkorb sammeln und dann in Beeten verteilen oder kompostieren. Durch die Zerkleinerung und Vermischung mit Rasenschnitt wird es besonders leicht zersetzt.

 

In kleineren Hausgärten kann man Laub auch in einem Laubspeicher aus Maschendraht sammeln, wobei zur Rottebeschleunigung empfehlenswert ist, schichtweise etwas Rasenschnitt, Häckselgut und etwas Gartenerde bzw. Kompostbeschleuniger zuzugeben. Das gröbere Häckselgut sorgt dabei für bessere Durchlüftung. Nach gut einem Jahr ist der Laubkompost reif und kann im Garten verteilt werden.

 

Schwer verrottbares Laub (Eiche, Platane, ...) enthält viel Gerbsäure und zersetzt sich schlechter. Es eignet sich als Mulch zwischen Moorbeetpflanzen wie Rhododendron und Azaleen. Beim Verrotten setzt es Säuren frei, die den pH-Wert senken. Wenn Sie dieses Material vorher auf der Rasenfläche ausbreiten und mehrfach mit dem Mäher überfahren, wird es stark zerkleinert, lässt sich besser in die Beetflächen verteilen und wird schneller in Humus überführt.


Tipps rund ums Herbstlaub:

http://www.youtube.com/watch?v=SagUChwWa3I&list=PL595D9A866FBC2380

 

Zum Entspannen: Indian Summer 

http://www.youtube.com/watch?v=aAidwyriu5g

https://www.youtube.com/watch?v=OXUpz3N_c-o&list=PL6B0304A9B1A5A3F9

 

Pe, 10/13