Wespenspinne im Heiligenkraut

Hinterleib der Wespenspinne kopfüber hinter der Netznabe (Fotos Pe vom 23.09.15)

Im Heiligenkraut des Duftgartens hat eine Wespenspinne ihr Netz gebaut. Die große und auffallend gezeichnete Art aus der Familie der Radnetzspinnen gilt als eine der schönsten europäischen Spinnen und wurde 2001 zur Spinne des Jahres gewählt.

 

Die Wespenspinnen war bis vor 50 Jahren hauptsächlich in Südeuropa verbreitet. Aufgrund der Klimaerwärmung hat sie ihr Verbreitungsareal stark ausgedehnt und ist in fast allen europäischen sowie in einigen asiatischen Staaten anzutreffen. Sie bevorzugt offene Standorte mit niedriger bis halbhoher Vegetation auf trockenem wie feuchten Untergrund. In Abhängigkeit vom Beutespektrum und der Vegetation baut sie ihr Fangnetz üblicherweise zwischen 20 und 70 cm über dem Boden. Das Netz des Spinnenweibchens im Heiligenkraut hat eine Nabenhöhe von etwa 25 cm.

 

Ganz charakteristisch für das Netz der Wespenspinne ist ein zickzackförmiges Gespinstband (Stabiliment) oberhalb und unterhalb der Nabe, hinter der die Spinne kopfüber in Lauerstellung ruht. Insofern ist sie fotografisch meist schwer zu erfassen.

Als Beute dienen Heuschrecken, Fliegen, Bienen, Wespen, Schmetterlinge, Libellen

und andere Insekten; Käfer werden wegen ihres harten Chitinpanzers verschmäht.

 

Weitere Informationen und eine filmische Dokumentation finden Sie nach der Bildsequenz, indem Sie auf die entsprechenden Links klicken.

Tod im Netz:

https://www.youtube.com/watch?v=4mvIPFYtoPo

 

Textinformation über die Wespenspinne:

http://nafoku.de/spinnen/agriope.htm

 

Über das Leben der Wespenspinne:

 

 

tiere_und_pflanzen_-_wespenspinne.mp4
MP3-Audiodatei [85.9 MB]

Pe, 09/15