Heil- und Gewürzkräuter im Garten und in der Natur

Zur zweiten Vortragsveranstaltung in diesem Jahr hatten die Dortmunder Rosenfreunde am Samstag, dem 18. März 2071, ins Ballettzentrum eingeladen. Zu Gast war Frau Ruth Weiß, Mitglied des Vereins Roseninsel Park Wilhelmshöhe e.V. aus Kassel.

Beginn war wie immer um  14.00 Uhr mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Dabei wurden im Vorfeld des Vortrages schon viele interessante Gespräche im noch jungen Gartenjahr geführt.

Auch der Bücherstand des Buchhändlers Robert Meier mit Rosen- und Gartenliteratur fand wieder reges Interesse.

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Im Tagungsraum begrüßte Hermann Kopp  die Referentin  und die gut 30 Teilnehmer, die trotz des schlechten Wetters den Weg in den Westfalenpark gefunden hatten.

Marlene Heggemann  trug zur Einstimmung in das Thema einen kurzen Text aus dem Buch „Der mit den Rosen spricht“ von Hartmut Brinkmann vor.

Im ersten Teil ihres Vortrages zeigte Frau Weiß verschiedene Kloster- und Heilkräutergärten und erklärte den  Teilnehmern die Entstehung  und wies  auf Besonderheiten hin.

Bereits die Steinzeitmenschen kannten und verwendeten Kräuter, die sie beim Sammeln fanden. Später glaubte man an Feen, Hexen, Zauberer und finstere Mächte, um als Gegenzauber bestimmte getrocknete Kräuter über Haus- oder Hoftüren zu hängen und glaubte sich deshalb vor Zauber gesichert. Aus den Klostergärten fanden sie ihren Weg in die Kräutergärten der Burgen und um der  religiösen Symbolik willen in die Stundenbücher des 15. und 16. Jahrhunderts. Später dann wurden sie auch in den Bauerngärten des einfachen Volkes angepflanzt.

 

Im zweiten Teil stellte Frau Weiß viele verschiedene Heil- und Gewürzkräuter vor, die man mit Rosen und Stauden kombinieren kann. Sie erklärte den Nutzen und die Schönheit dieser nicht wegzudenkenden Pflanzen. Ganz gleich, wie klein der Garten auch sein mag, Raum für würzige und heilende Kräuter kann man in jedem Garten, auf Balkon oder Fensterbank finden. Die schmackhaften Kleingewächse gedeihen genauso gut zwischen Gemüse wie unter Zierpflanzen. Man kann sie sowohl in Beeten, als auch in Töpfen oder irdenen Gefäßen ziehen.

Zum Schluss konnten die Teilnehmer noch wunderschöne Bilder von an Wald- und Wegesrändern und in unseren Hausgärten wachsenden Heil- und Gewürzkräutern betrachten.

Anschließend stand Frau Weiß noch für Fragen der Teilnehmer zur Verfügung.

Text: Christina Jellinek

Fotos: Ruth Weiß und Ulrich Perpeet                                                               

                                                                                                      eingestellt: CJ 03/17